Entwicklungszusammenarbeit

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Bilaterale Gesamtzusagen 2,030 Mrd. Euro.

Letzte 3-Jahreszusage bei Regierungsverhandlungen 2015: 158,5 Mio. Euro (121 Mio. EUR FZ und 37,5 Mio. EUR TZ).   

1.      Biodiversität

Deutschland kann seit Grzimeks Arbeiten in der Serengeti auf ein langes Engagement im Bereich Wildtierschutz zurückblicken. 2012 wurde ein neues Biodiversitätsprogramm ins Leben gerufen, das sich v.a. auf das Serengeti- und das Selous-Ökoystem konzentriert. Neben dem verbesserten Management der Schutzgebiete wird dabei das Ziel verfolgt, die Lebensbedingungen der lokalen Bevölkerung zu verbessern. Die Umsetzung der Zusagen ist an den Erhalt des UNESCO Welterbestatus der Schutzgebiete geknüpft. Deutschland unterstützt die tansanische Regierung zudem dabei, eine alternative Transportrouten südlich der Serengeti zu entwickeln, um das Ökosystem und die einzigartige Migration von Wildtieren nicht zu gefährden. Um das Management der Schutzgebiete ausserhalb der Nationalparks zu stärken leistet die technische Zusammenarbeit Beratung bei der Etablierung der neuen Tanzania Wildlife Authority (TAWA). Ein wichtiges Thema stellt auch die Wildereibekämpfung dar, bei der u.a. mit der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF) zusammengearbeitet wird. Sustainable Management of Natural Resources and Biodiversity [pdf, 736.68k]

2.      Gesundheit

Ziel der Zusammenarbeit ist die Ver­besserung des Gesundheitszu­stands benachteiligter Bevölkerungsgrup­pen. Deutschland ist ein wichtiger Partner der tansanischen Re­gierung und anderer Geber in gesundheitssystemischen Fragen. Die finanzielle Zusammenarbeit leiste Unterstützung beim Aufbau einer nationalen Krankenversicherung (NHIF), während die technische Zusammenarbeit den Schwerpunkt der Beratung auf soziale Absicherung, Qualitätssteigerung und Governance auf nationaler Ebene wie auf regionaler Ebene in 4 von 21 Regionen (Tanga, Lindi, Mtwara, Mbeya) legt. Durch eine Kooperation mit der Global Alliance on Vaccination and Immunization (GAVI) wird zudem das nationale Impfprogramm finanziell unterstützt. Die Kofinanzierung des Neubaus der Mutter-Kind-Klinik am CCBRT-Krankenhaus in Daressalam zielt auf die Verringerung der Mütter- und Kindersterblichkeit. Über eine regionale Kooperation mit der Aga Khan Universität wird zudem die Ausbildung von Gesundheitspersonal in Daressalam unterstützt. Support to the Health Sector [pdf, 1,004.32k]

3.      Wasser- und Abwasserentsorgung

Deutschland ist finanziell  einer der größten Geber in diesem Sektor und trägt zur Umsetzung eines sektorweiten Ansatzes der tansanischen Regierung und der Geber bei (das Wassersektor-Entwicklungsprogramm). Neben der Finanzierung von Investitionen und Reformvorhaben leistet die dt. EZ intensive technische Beratung (Ministerium, Regulierungsbehörde, landesweite Wasserversorger). Dabei fokussiert die deutsche EZ seit 2012 insbesondere auf Investitionen im Bereich der städtischen und semi-städtischen Wasser- und Abwasser­entsorgung. Support to the Water Sector [pdf, 1,886.69k]

Weiteres Engagement

Seit 2012 unterstützt die deutsche Entwicklungszusammenarbeit die nachhaltige, klimaschonende Energieerzeugung in Tansania. Dies umfasst zum einen finanzielle Zusammenarbeit, z.B. bei der Elektrifizierung und dem Anschluss der Nord­west-Region (Ka­gera) an das nationale und regionale Netz wie auch technische Beratung des Energieministeriums zu Sektorpolitik, Strategien und Gesetzgebung im Bereich der Erneuerbaren Energien. Ein Schwerpunkt der dt. Zusammenarbeit liegt auf der Entwicklung der Geo­thermie (durchgeführt durch PTB). Eine TZ-Maßnahme im Bereich Rohstoff-Governance/GeRi ist eng mit diesen Maßnahmen verknüpft. Support to the Energy Sector [pdf, 465.4k]

Die Bugdethilfe Deutschlands lief 2015 aus. Weiterhin wird die Reform des öffentlichen Finanzmanagements unterstützt. Die Unterstützung des tansanischen Rechnungshofes soll zudem innertansanische Transparenz und Rechenschaftspflicht stärken.

Darüber hinaus ist Tansania Teil einer Reihe von Global- und Sektorvorhaben, die in mehreren Ländern Afrikas umgesetzt werden. Um Beschäftigung und Einkommen in Tansania zu verbessern, engagiert sich die deutsche Bundesregierung gemeinsam mit anderen Gebern beispielsweise in der E4D-SOGA Initiative. Employment for Development (E4D)/ SOGA Initiative [pdf, 2,725.64k]

Außerdem wird die „International Conference on the Great Lakes Region“ (ICGLR) bei der Etablierung eines Systems zur Zertifizierung von Mineralien unterstützt als ein Aspekt zur Verhinderung der illegalen Ausbeutung natürlicher Ressourcen. ICGLR [pdf, 269.55k]

Das BMZ hat den regionalen Integrationsprozess der ostafrikanischen Gemeinschaft seit ihrer Gründung unterstützt, der aktuelle Schwerpunkt der Zusammenarbeit liegt auf den Bereich wirtschaftliche Integration und Gesundheit. Mehr

Multilaterale und andere Beiträge

Hervorzuheben ist das Engagement Deutschlands im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit der Europäischen Union in Tansania  mit Fokus auf Guter Regierungsführung, Energie und Landwirtschaft. Zudem leistet Deutschland über multilaterale Institutionen wie die Weltbank, die Afrikanische Entwicklungsbank, GAVI oder den Globalen Fund einen substantiellen Beitrag  zur Armutsbekämpfung in Tansania. Darüber hinaus ist ein großes Engagement bei der Unterstützung von Initiativen der Kirchen, Stiftungen, Bundesländer, Bürger und Kommunen zu nennen.

Hier mehr Informationen .

Deutsche Durchführungsorganisationen:

GIZ - Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit

Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit

KFW Development Bank

Kreditanstalt für Wiederaufbau

BGR – Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (Federal Institute for Geosciences and Natural Resources )

PTB – Physikalisch-technische Bundesanstalt (National Metrology Institute)

Frankfurt Zoological Society (FZS)

Deutsche Länder in der Entwicklungspolitik